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Die Teilorte

Hundersingen

Im Jahre 1090, vor mehr als 900 Jahren, taucht Hundersingen zum ersten Mal in der Geschichte auf: Dietrich von Hundersingen trat als Urkundszeuge bei einem Güterübertrag von Graf Eberhard von Nellenburg auf Berthold von Zähringen auf.
(Literaturtipp zur Geschichte von Hundersingen: Walter Bleicher, Hundersingen an der Donau. Erhältlich im Bürgerbüro im Rathaus Herbertingen.)

Erst viel später, Mitte des 19. Jh., stoßen Forscher auf Spuren keltischer Siedlungsreste etwa 3 km nördlich der heutigen Ortslage. Mit gezielten Grabungen Mitte bis Ende des 20. Jh. gewinnen die Ärchaologen immer mehr Erkenntnisse auf der und rund um die Heuneburg und datieren die ersten keltischen Besiedlungen auf 500 vor Christus. Inzwischen haben umfangreiche Forschungen und Funde den Beweis einer großflächigen Besiedlung erbracht. Aktuell sind Forschungsergebnisse, die möglicherweise belegen können, dass Hundersingen die erste Stadt nördlich der Alpen gewesen sein könnte.

www.heuneburg.de


1975 wurde die einstige selbständige Gemeinde Teil der Gemeinde Herbertingen. Von 767 Einwohnern im Jahre 1975 wuchs die Gemeinde bis zum 31.12.2005 auf 961 Einwohner. Dieser Bevölkerungszuwachs von mehr als 25 Prozent ist das Ergebnis einer gezielten Strukturpolitik der Gesamtgemeinde. Eine kontinuierliche städtebauliche Erweiterung, erreicht durch die Ausweisung und Erschließung mehrerer Wohnbaugebiete in den Gewannen Im Siebener, Mühleweg, Müllershalde und Moosäcker waren die Grundlage. Gleichzeitig begleiteten mehrere Dorfentwicklungsmaßnahmen des Landes und der Europäischen Union, ergänzt durch gemeindeigene Programme zum Erhalt der landwirtschaftlichen Bausubstanzen, den Wandlungsprozess von einer ursprünglich landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einer Wohnsitzgemeinde.

Mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft änderte sich auch das Freizeitverhalten der Einwohner. Die Gemeinde Herbertingen schuf deshalb mit dem Bau der Buwenburghalle ein Zentrum für die sportlichen und kulturellen Bedürfnisse der Einwohnerschaft Hundersingens.

Mit dem Umbau der ehemaligen Zehntscheuer des Klosters Heiligkreuztal zum Heuneburgmusem im Jahre 1984 legte Herbertingen den Grundstein für eine umfassende Dokumentation der keltischen Geschichte rund um die Heuneburg. Mit dem eigens 1981 dafür gegründeten Museumsverein gewann die Heuneburg auch über das fachspezifische Wissen der Archäologen hinaus weit über die Region an Bedeutung.

Mit der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union, dem Land Baden-Württemberg, dem LEADER-Aktionsprogramm, zahlreichen anderen Geldgebern und der fachlichen Unterstützung des Instituts für Frühgeschichte und dem Landesdenkmalamt errichtete die Gemeinde Herbertingen Ende des vergangenen und zu Beginn diesen Jahrhunderts das Freilichtmuseum "Keltischer Fürstensitz Heuneburg" auf dem Plateau der Heuneburg. Mit einer 80 m langen Nachbildung einer Lehmziegelmauer auf den freigelegten Originalfundamenten, dem Bau verschiedener Wohn- und Arbeitsgebäuden und dem Bau eines reetgeckten Herrenhauses wurden greif- und weithin sichtbare Zeugnisse dieser hochwertigen, frühgeschichtlichen Kultur auf der Heuneburg dokumentiert.



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